Tipps und Ratschläge für Trainer

Fußball ist ein Ballsport und die Entwicklung des Ballgefühls somit unglaublich wichtig. Zudem sind praktisch alle Übungen auch mit Ball möglich (Aufwärmung, Spielformen,... ).

Spaß ist enorm wichtig und kleine Wettbewerbe während des Trainings sind gute Möglichkeiten, die Kinder zu motivieren und die Aufmerksamkeit und hoch zu halten. Sorgt für abwechslungsreiches Training und baut Wettbewerbe ein !

Sorgt dafür, dass die Kinder das Ziel, bzw. den Gedanken, der hinter einer Übung/Trainingsform steht, erkennen und verstehen.

Viele einfache und logische Faktoren erkennt man (als Trainer) erst, wenn man sie erklärt bekommt und dementsprechend Fehler einsehen kann.  Keine Angst haben, sich auszutauschen oder belehren zu lassen (Trainerkurse, Diskussionsrunden, ...)

Schenkt jedem Spieler die nötige Aufmerksamkeit. Hört zu und denkt nach.

Habt keine Angst vor neuen Herausforderungen und fragt immer nach, wie die Empfindungen der Kinder dabei sind. Habt keine Angst vor Veränderungen.

Seid euch jederzeit bewusst, dass ihr den Kindern gegenüber eine Vorbildfunktion habt und ein Teil der Entwicklung des Kindes zum Jugendlichen und später zum Erwachsenen ist.  Zeigt den Kindern, dass sie wichtig sind und vernachlässigt die Vorbildfunktion nicht (kein Alkohol vor den Kindern, Sprachgebrauch anpassen, ... )

Die Eltern tun oft sehr viel dafür, dass ihr Kind seine Hobbys ausüben kann (viele Kinder = viele Hobbys, viel Fahren, ... ) und sind deshalb auch ein teil des Ganzen.  Habt Respekt vor den Eltern und ihren Meinungen.

Fußball ist ein Teamsport und Egoismus und Streit kontraproduktiv.  Löst Probleme durch Dialoge (Teambuilding).

Resultate sind für die Entwicklung des Kindes zum kompletten Fußballer zweitrangig, Vertrauen und genügend Spielzeit sind wichtiger.  Schwächere Spieler auf der Bank lassen nur um den Aufstieg oder den Sieg zu erreichen ist im Jugendfußball falsch !

Bringt Kritik immer auf angepasste Art und Weise und versucht, die aufbauend rüber zu bringen.  Positive Kritik und genügend Lob !

Kommunikation ist das A und O, sowohl zwischen Trainer und Kind, als auch zwischen Trainer und Eltern -> Reden  !

Wie viele Interviews mit Sportlern bezeugen, sind die Eltern sehr wichtig für die Sportlerkarriere  (Rollenmodell für Werte, Normen wie z.B. Durchhaltevermögen). Sportlereltern sind also viel mehr als nur die « besten Sponsoren » der Kinder. Deshalb ist eine gute Beziehung zwischen Trainer und Eltern so wichtig.

Macht beim Start der Zusammenarbeit deutliche Vereinbarungen mit den Eltern über erwünschtes Verhalten und Anwesenheit der Eltern beim Training/Spiel, usw.. 

Bei überengagierten Eltern : Distanziert euch nicht oder geht keinen Machtkampf an, sondern kommuniziert mit ihnen um eine Arbeitsbeziehung aufrecht zu erhalten. Deutliche Absprachen und regelmäßige Einzelgespräche sind sehr wichtig. 

Bei uninteressierten Eltern : versucht nicht als Trainer (materiell und/oder emotional) zu kompensieren und Ersatzvater/-Mutter zu werden, sondern spornt das Kind an um selbst zu den Eltern zu gehen und über den Sport zu erzählen und versucht die Eltern mit einzubeziehen.
Unsere Tipps und Ratschläge entstanden in Zusammenarbeit mit der Dipl. Sportpsychologin Emilie Schollaert.
www.jufu.be
Kein Kind betritt das Spielfeld mit dem Willen schlecht zu spielen oder zu verlieren !